Erfahrungen mit Freelancer-Plattform

Es gibt viele Freelancer-Plattformen, und ich habe einen ersten Versuch bei Upwork gestartet. Als Portfolioauftrag bot ich ein Budget von CHF 500.– an. Ein Entwickler hätte ein Referenzprojekt in seinem Portfolio – und würde daran arbeiten, weil freie Zeit vorhanden ist – ein Trugschluss. Man muss sich kennen, gemeinsam an Opensource Plattformen arbeiten. Die Idee vom Portfolio wurde mir eingeredet

Es meldeten sich ein Entwickler aus England und ein Programmierer aus Kenia. Sie wollten das Projekt als Referenzarbeit umsetzen. Zu einer Zusammenarbeit kam es jedoch nicht. Die Kommunikation blieb oberflächlich, und ich hatte den Eindruck, dass die CHF 500.– einfach genommen worden wären, ohne dass ein verwertbares Ergebnis dabei herausgekommen wäre.

Mir ist bewusst: Auch auf Freelancer-Plattformen sind angemessene Budgets entscheidend – und genau daran mangelt es mir derzeit. Gleichzeitig habe ich aber auch das Crowdfunding Projekt lanciert, doch auch hier bin ich gescheitert.


Austausch mit den Machern von Eurokey

Ich hatte die Gelegenheit, ein ausführliches Gespräch mit den Verantwortlichen hinter Eurokey zu führen. Dabei wurde deutlich: Auch sie sehen großes Potenzial in digitalen Lösungen für den Zugang zu barrierefreien Toiletten – doch der Weg dorthin ist steinig. Eurokey montiert bei Behinderten Toiletten Zylinderschlüssel und stattet die Behinderten mit entsprechenden Schlüsseln aus.

Zwar ist Google Maps weit verbreitet und technisch hervorragend aufgestellt, aber es bleibt schwierig, einen globalen Konzern wie Google für ein Nischenprojekt zu gewinnen. Geschäftsmodelle ohne klare, direkte Einnahmequellen haben es schwer – vor allem dann, wenn sie auf Zusammenarbeit mit großen Plattformen angewiesen sind.

Die Eurokey-Macher waren sehr offen und hilfsbereit. Sie stellten mir zwei Dateien zur Verfügung: eine technische Beschreibung ihrer API sowie eine Beispieldatei im JSON-Format mit ausgewählten Standortdaten. Leider kann ich diese Dateien hier nicht direkt hochladen – sie bilden jedoch eine wertvolle Grundlage für mögliche Schnittstellen und zukünftige Entwicklungen.

Der Austausch war ermutigend und zeigt: Kooperationen auf Augenhöhe sind möglich – besonders mit Partnern, die ähnliche Ziele verfolgen. Der Toilettenfinder könnte langfristig von solchen Schnittstellen profitieren – etwa durch die Einbindung von Eurokey-Standorten oder barrierefreien Toiletten mit Zugangscode.


Hier sind die beiden Dateien geschickt, einerseits die Beschreibung ihrer API, andererseits Beispieldaten als json-Datei, die ich hier nicht hochladen kann.

Crowdfunding – ohne Crowd sinnlos

Für die Finanzierung des Toilettenfinder-Projekts hatte ich eine Kampagne auf Lokalhelden gestartet. Nach der Vorprüfung wurde die Initiative für die Finanzierungsphase freigegeben. Eigentlich ein erfreulicher Schritt – doch die Realität war ernüchternd.

Trotz intensiver Vorbereitung, vieler Stunden Arbeit und dem Ausfüllen zahlreicher Formulare blieb jegliches Feedback aus. Weder von der Plattform noch von potenziellen Unterstützern kam eine Reaktion. Die angestrebte Finanzierung blieb komplett aus.

Für mich hat sich dabei ein grundlegendes Problem gezeigt: Statt Zeit in aufwendige Bürokratie zu investieren, würde ich lieber das persönliche Gespräch suchen – mit Menschen, Organisationen und Gemeinden, die wirklich an der Idee interessiert sind. Direkte Kontakte bringen oft mehr als formelle Prozesse, die ins Leere laufen.

Trotz der ernüchternden Erfahrung halte ich am Projekt fest. Vielleicht braucht es andere Wege der Unterstützung – partnerschaftlich, lokal verankert und ohne unnötigen Verwaltungsaufwand.