Kann ich Google gerichtlich zwingen, sich um die Sache zu kümmern. Ja, versuchen kann ich es ja und mit Hilfe von Gemini habe ich einmal eine Anklage verfasst
Sie geht erst einmal an Google und das zuständige Gericht vor Ort in San Jose. Weiterhin gibt es Ansprechpartner bei Ministerien und Behörden, die ich per ebenfalls per Brief angeschrieben habe.
US-Justizministerium (DOJ):
Antitrust Division
U.S. Department of Justice
950 Pennsylvania Avenue, NW
Washington, DC 20530-0001, USA
Wettbewerbsbehörde (FTC):
Federal Trade Commission
Office of the Secretary
600 Pennsylvania Avenue, NW
Washington, DC 20580, USA
Es ist eine kurze Klage und es wäre eigentlich Aufgabe der Bundesanwaltschaft gegen solche Fälle vorzugehen. Auch ein Jurist könnte mal pro bono arbeiten. Es ist interessiert niemanden. Ich habe mich auf das wesentliche konzentriert.
Die Klage kostet ca. USD 400,-. Das ist es mir wert, denn sobald ein Gericht ins Spiel kommt, muss ein Unternehmen handeln.
Hintergrund zur Klage
Toiletfinder.ch setzt sich für das Sichtbarmachen von öffentlich zugänglichen Toiletten (insbesondere in Gastronomiebetrieben) ein. Die Bereitstellung dieser Informationen bedient ein grundlegendes menschliches Bedürfnis im öffentlichen Raum. Da Google mit Google Maps die marktbeherrschende digitale Plattform bereitstellt, wird dem Konzern die Verantwortung zugeschrieben, diese essenziellen Daten adäquat für die Allgemeinheit bereitzustellen.
- Über verschiedene Kanäle wurde mehrfach versucht, das Anliegen bezüglich der Integration und Freigabe von Gastronomie-Toiletten an Google heranzutragen:
- Foren & Feedback-Tools: Einreichung von Vorschlägen über die offiziellen Google-Maps-Foren und systeminternen Feedbackfunktionen.
- Direkte Ansprache: Persönlicher Kontakt mit Google-Mitarbeitenden am Standort Zürich sowie auf Fachmessen.
- Schriftliche Korrespondenz: Briefliche Eingaben an die Google-Niederlassung in Hamburg.
- E-Mail-Initiativen: Adressierung der Fachabteilung für Politik (politik@google.com). •
- Presse-Akkreditierung: Versuch der Registrierung als Pressevertreter bei Google Schweiz.
Wie jetzt weiter?
Sämtliche Kontaktkanäle blieben unbeantwortet. Der Beschwerdeführer stellt fest, dass Google durch automatisierte und algorithmisch gesteuerte Prozesse einen echten Dialog verweigert und kein Interesse an einem Austausch oder einer kooperativen Verbesserung des Dienstes zeigt.
Wegen fehlender Reaktion leite ich eine fundamentale Kritik an der Marktstellung und dem Geschäftsmodell von Google Maps ab:
- Datenhoheit der Allgemeinheit: Die in Google Maps enthaltenen Geodaten werden primär durch die Nutzerinnen und Nutzer („Kunden“) bereitgestellt. Sie stellen ein kollektives Gut dar und sollten daher nicht im alleinigen Eigentum eines privaten Konzerns verbleiben.
- Verhinderung von Wettbewerb: Durch die Monopolstellung von Google Maps haben alternative Kartendienste kaum Marktchancen. Die Abschottung des Datenbestands verstärkt diese Marktmacht.
- Undurchsichtige Vergütung: Google verlangt unübersichtliche und verdeckte Abgeltungen für die Nutzung von Maps-Leistungen und API-Schnittstellen, obwohl die Datenbasis von der Öffentlichkeit erarbeitet wurde.
Möglichkeit von gerichtlichen Forderungen
- Öffentliche Kontrollmöglichkeit: Einrichtung unabhängiger, öffentlicher Kontroll- und Einsichtsmechanismen für Google Maps.
- Datenspiegelung (Interoperabilität): Verpflichtende Offenlegung und automatische Spiegelung der Geodaten mit freien und konkurrierenden Plattformen wie OpenStreetMap (OSM) und Bing Maps.
- Unterbindung undurchsichtiger Gebühren: Stopp der intransparenten Abgeltungssysteme von Google für den Zugriff auf nutzergenerierte Daten.
- Umwandlung in Public Domain: Gerichtlich durchgesetzte Umwandlung der nutzergenerierten Kartendaten von Google Maps in gemeinfreie Daten (Public Domain) zur freien Bearbeitung durch jedermann. on
