Kostenloses Trinkwasser an Bahnhöfen?

Wenn ich mit meinem GA unterwegs bin, habe ich stets eine Trinkflasche dabei. Ich möchte diese an den Bahnhöfen auffüllen – doch das ist oft ein Spießrutenlauf.

Am Hauptbahnhof Zürich gibt es in der Wandelhalle einen großen Brunnen und auf den meisten Gleisen jeweils einen kleinen Trinkbrunnen. Das ist jedoch die absolute Ausnahme. Wenn die SBB irgendwo baut, scheint das Thema „Wasser“ zweitrangig zu sein. Das Unternehmen möchte nicht einmal ein Verzeichnis der vorhandenen Brunnen bereitstellen.

Die Haltung dazu bringt folgendes Zitat auf den Punkt:

„Wir sind für den Transport zuständig, und es gibt genügend Möglichkeiten, Trinkwasser an den Bahnhöfen zu kaufen.“

Doch was ist mit dem ökologischen Aspekt, mit dem sich die SBB so gerne schmückt? Einweg-Plastikflaschen bedeuten mehr Abfall. Ist das Geschäftsprinzip mit den Shopping-Möglichkeiten wirklich wichtiger als Nachhaltigkeit? Zudem gibt es viele Menschen, die auf jeden Rappen achten müssen.

Die SBB könnte problemlos ein Verzeichnis erstellen und online stellen. Die Daten sind intern bekannt, und die Reisenden würden die SBB sicher gerne via Crowdsourcing mit aktuellen Infos unterstützen. Fragt man jedoch die Mitarbeitenden, erhält man entweder das obige Zitat oder wird an den Kundendienst verwiesen. Diesen habe ich schon mehrfach kontaktiert – ohne jegliches Ergebnis.

Mit Blick auf den Klimawandel und immer höheren Sommertemperaturen ist der Zugang zu kostenlosem Trinkwasser an stark frequentierten Knotenpunkten notwendig für die öffentlichen Gesundheit. 

Nun, liebe SBB, wie weiter? Braucht es erst politischen Zwang, oder übernimmt das Unternehmen freiwillig Verantwortung für Nachhaltigkeit und die Gesundheit der Reisenden?

Armutszeugnis für die SBB? 

Wenn das dringende Bedürfnis am Bahnhof zur Hürde wird

Wer viel unterwegs ist, kennt das Gefühl: Man sucht am Bahnhof nach einer Sanitäranlage. Doch was bei einem modernen Verkehrsunternehmen Standard sein sollte, wird an Schweizer Bahnhöfen immer mehr zum Frustthema.

Millionen-Investitionen, aber wo ist die Toilette?

Obwohl ein Bahnhof im Thurgau  für rund 16 Millionen Franken renoviert wurde, gibt es keine öffentlichen Toiletten. 

Bahnhof für 16 Mio im Thurgau ohne Toilette

Ein weiteres Beispiel dafür ist der neue Bahnhof Altdorf an der wichtigen Gotthardstrecke: Viele Leute kommen mit dem Postbus an, der ja drinnen keine Toiletten hat. Hier steht lediglich eine einzige Toilette zur Verfügung. Laut Augenzeugen bilden sich regelmässig Schlangen.

Die Gestaltung und der Zugang zu den verbliebenen Anlagen könnte besser sein. Toiletten sollen nur noch per App bedienbar sein. Wer kein Smartphone besitzt oder dessen Akku leer ist, muss für den Zugang extra zum Kiosk gehen.

Es dominieren effizient getrimmte, leicht zu reinigende Toiletten aus Aluminium, in denen man sich garantiert nicht länger als nötig aufhalten möchte.

Transport hui, Service pfui?


Warum zeigt sich bei der Infrastruktur ein solches Bild? Es entsteht der Eindruck, dass es am echten Kundenbewusstsein mangelt und sich die SBB in erster Linie nur noch um den reinen Transport von A nach B kümmert. Dieser Spar- und Effizienzdruck zeigt sich auch an anderer Stelle: So sind beispielsweise gratis WiFi in den Zügen sowie kostenloses Trinkwasser an den Bahnhöfen nach wie vor Mangelware.

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An solchen vermeintlichen Kleinigkeiten zeigt sich jedoch, wie willkommen die Kunden sind.  Der Zugbetrieb ist pünktlich und die Toiletten direkt in den Zügen meist sauber und gepflegt. Doch Sparte SBB Immobilien, der Goldesel des Konzerns spart hier beim Kunden. 

Wie sind eure Erfahrungen an Schweizer Bahnhöfen? Habt ihr die App-Toiletten schon ausprobiert oder musstet ihr auch schon vergeblich anstehen? Schreibt es in die Kommentare!

Gerichtlicher Zwang?

Kann ich Google gerichtlich zwingen, sich um die Sache zu kümmern. Ja, versuchen kann ich es ja und mit Hilfe von Gemini habe ich einmal eine Anklage verfasst

Sie geht erst einmal an Google und das zuständige Gericht vor Ort in San Jose. Weiterhin gibt es Ansprechpartner bei Ministerien und Behörden, die ich per ebenfalls per Brief angeschrieben habe.

US-Justizministerium (DOJ):

Antitrust Division
U.S. Department of Justice
950 Pennsylvania Avenue, NW
Washington, DC 20530-0001, USA

Wettbewerbsbehörde (FTC):

Federal Trade Commission
Office of the Secretary
600 Pennsylvania Avenue, NW
Washington, DC 20580, USA

Es ist eine kurze Klage und es wäre eigentlich Aufgabe der Bundesanwaltschaft gegen solche Fälle vorzugehen. Auch ein Jurist könnte mal pro bono arbeiten. Es ist interessiert niemanden. Ich habe mich auf das wesentliche konzentriert.

Die Klage kostet ca. USD 400,-. Das ist es mir wert, denn sobald ein Gericht ins Spiel kommt, muss ein Unternehmen handeln.

Hintergrund zur Klage

Toiletfinder.ch setzt sich für das Sichtbarmachen von öffentlich zugänglichen Toiletten (insbesondere in Gastronomiebetrieben) ein. Die Bereitstellung dieser Informationen bedient ein grundlegendes menschliches Bedürfnis im öffentlichen Raum. Da Google mit Google Maps die marktbeherrschende digitale Plattform bereitstellt, wird dem Konzern die Verantwortung zugeschrieben, diese essenziellen Daten adäquat für die Allgemeinheit bereitzustellen.  

  • Über verschiedene Kanäle wurde mehrfach versucht, das Anliegen bezüglich der Integration und Freigabe von Gastronomie-Toiletten an Google heranzutragen: 
  • Foren & Feedback-Tools: Einreichung von Vorschlägen über die offiziellen Google-Maps-Foren und systeminternen Feedbackfunktionen. 
  • Direkte Ansprache: Persönlicher Kontakt mit Google-Mitarbeitenden am Standort Zürich sowie auf Fachmessen. 
  • Schriftliche Korrespondenz: Briefliche Eingaben an die Google-Niederlassung in Hamburg.  
  • E-Mail-Initiativen: Adressierung der Fachabteilung für Politik (politik@google.com). •  
  • Presse-Akkreditierung: Versuch der Registrierung als Pressevertreter bei Google Schweiz. 
     

Wie jetzt weiter?

Sämtliche Kontaktkanäle blieben unbeantwortet. Der Beschwerdeführer stellt fest, dass Google durch automatisierte und algorithmisch gesteuerte Prozesse einen echten Dialog verweigert und kein Interesse an einem Austausch oder einer kooperativen Verbesserung des Dienstes zeigt.  

Wegen fehlender Reaktion leite ich eine fundamentale Kritik an der Marktstellung und dem Geschäftsmodell von Google Maps ab:  

  • Datenhoheit der Allgemeinheit: Die in Google Maps enthaltenen Geodaten werden primär durch die Nutzerinnen und Nutzer („Kunden“) bereitgestellt. Sie stellen ein kollektives Gut dar und sollten daher nicht im alleinigen Eigentum eines privaten Konzerns verbleiben. 
  • Verhinderung von Wettbewerb: Durch die Monopolstellung von Google Maps haben alternative Kartendienste kaum Marktchancen. Die Abschottung des Datenbestands verstärkt diese Marktmacht. 
  • Undurchsichtige Vergütung: Google verlangt unübersichtliche und verdeckte Abgeltungen für die Nutzung von Maps-Leistungen und API-Schnittstellen, obwohl die Datenbasis von der Öffentlichkeit erarbeitet wurde. 

Möglichkeit von gerichtlichen Forderungen

  • Öffentliche Kontrollmöglichkeit: Einrichtung unabhängiger, öffentlicher Kontroll- und Einsichtsmechanismen für Google Maps. 
  • Datenspiegelung (Interoperabilität): Verpflichtende Offenlegung und automatische Spiegelung der Geodaten mit freien und konkurrierenden Plattformen wie OpenStreetMap (OSM) und Bing Maps. 
  • Unterbindung undurchsichtiger Gebühren: Stopp der intransparenten Abgeltungssysteme von Google für den Zugriff auf nutzergenerierte Daten. 
  • Umwandlung in Public Domain: Gerichtlich durchgesetzte Umwandlung der nutzergenerierten Kartendaten von Google Maps in gemeinfreie Daten (Public Domain) zur freien Bearbeitung durch jedermann. on

Wie aus Urin Häuser werden

Die Macher von Urin zu Beton

Hast du dir beim Benutzen einer Trenntoilette schon mal gedacht: „Eigentlich zu schade zum Wegschütten“? Damit hast du absolut recht! Was wir normalerweise als Abfall betrachten, ist in Wahrheit ein High-Tech-Baustoff der Zukunft. Und es gibt mehr Trenntoiletten als du denkst, vor allem in an Badeseen, im Zug oder im Camper. 

Vom „Pipi“ zum Pfeiler: Die Forschung der Uni Stuttgart

Wissenschaftler der Universität Stuttgart zeigen aktuell, dass menschlicher Urin das Zeug zum Baumaterial hat. Sie entwickeln sogenannten Biobeton. Das ist kein normaler Beton, der unter riesiger Hitze und CO2-Ausstoß im Ofen entsteht, sondern ein Material, das buchstäblich wächst.

Wie funktioniert das?

Es ist pure Biologie:

  1. Sand & Bakterien: Eine Form wird mit Sand und speziellen Bakterien gefüllt.
  2. Die Urin-Dusche: Die Mischung wird mit Urin gespült.
  3. Die Versteinerung: Die Bakterien wandeln den Harnstoff im Urin um, es entstehen Kalkkristalle, die den Sand zu einem massiven Stein verbinden.

Warum das für die Toiletfinder wichtig ist:

Trenntoiletten (Trockentrenntoiletten) sind der Schlüssel zu einer nachhaltigen Sanitärwende sind. Aber dieses Projekt hebt den Nutzen auf ein neues Level:

  • Ressourcen-Gerechtigkeit: Urin wird vom „Abwasser-Problem“ zur „Bau-Ressource“.
  • Echte Kreislaufwirtschaft: Stell dir vor, öffentliche Toiletten in Städten würden nicht nur die Notdurft verrichten, sondern gleichzeitig den Rohstoff für lokale Bauprojekte liefern.
  • Stabilität: Dieser Biobeton erreicht eine Druckfestigkeit von über 60 MPa – das ist härter als so mancher herkömmliche Beton!

Vor allem ist auch zu berücksichtigen, dass möglichst viel in Richtung ökologischer Kreislauf gedacht wird. Statt für die Entsorgung zu zahlen,  sollten Toilettenbetreiber damit Einkünfte erzielen. 

Fazit: Jeder Gang zählt

Projekte wie „SimBioZe“ beweisen, dass die Trennung von Festem und Flüssigem weit mehr ist als nur Geruchsvermeidung oder Kompostierung. Es ist der Beginn einer urbanen Rohstoffquelle.

Wenn du also das nächste Mal eine Trenntoilette auf toiletfinder.ch suchst oder nutzt, denk daran: Du entsorgst gerade keinen Abfall – du lieferst vielleicht gerade den Grundstein für das nächste nachhaltige Hochhaus.

„Wusstest du, dass 26.000 Liter Urin einen Kubikmeter Biobeton ergeben?“ 

Fachlicher Kontakt:

Prof. Dr. Lucio Blandini
Universität Stuttgart
Institut für Leichtbau Entwerfen und Konstruieren (ILEK)

+49 711 685-61760
lucio.blandini@ilek.uni-stuttgart.de
ilek.uni-stuttgart.de

Vorgehen gegen Vandalismus: Technik und soziale Kontrolle

Vandalismus (z.B. fehlende Spiegel und Seifenspender) kann durch eine Kombination aus robustem Design, schneller Reaktion und der Aktivierung der Öffentlichkeit bekämpft werden. Die Videoüberwachung ist installiert, jedoch müssen die Bürger einbezogen werden, um Vandalismus rasch zu bekämpfen.

Eine rechtlich zulässige Videoüberwachung (sichtbar gekennzeichnet) dient der Prävention und der Identifikation der Täter durch die Polizei. Die intimen Bereiche werden nicht gefilmt, es wird gefilmt, wer die Toilette betritt und verlässt.

Eine rasche digitale Meldekette ist nötig. Installieren Sie einen QR-Code (https://toiletfinder.ch/meldung/), um Nutzern eine sofortige Schadensmeldung zu ermöglichen. Dies gewährleistet eine extrem schnelle Reparatur, was den „Sieg“ der Vandalen über die Behörden verhindert.

FAZIT: Förderung der sozialen Kontrolle

Der wichtigste Schritt ist, die Bürger für saubere Toiletten zu engagieren und die Hemmschwelle für Vandalismus zu erhöhen. Durch das einfache QR-Code-Meldesystem machen Sie jeden Besucher zum „Wachhund“ und geben ihm ein direktes Werkzeug in die Hand, um sich für die Sauberkeit einzusetzen.

Konsequenz zeigen: Schnelle Reparaturen und die konsequente Strafverfolgung (Auswertung der Videos durch die Polizei und Erstattung von Anzeigen) demonstrieren, dass die Zerstörung nicht toleriert wird.

Saubere und gepflegte Toiletten laden zum Respekt ein und sind eine Visitenkarte für Respekt gegenüber öffentlichen Eigentun. Der QR-Code macht es einfach, dies zu gewährleisten.

Lösungen mit Openstreetmap

Gestern hatte ich ein längeres Gespräch mit einem Aktivisten von OpenStreetMap (OSM). Die Grundidee fand er stark – und hat mich auf einen Stammtisch hingewiesen, an dem Geschäftsideen offen diskutiert werden. In der anschliessenden Recherche zeigte er mir bestehende Lösungen, die auf OSM-Daten aufbauen und bereits heute öffentliche WCs anzeigen:

Auf den ersten Blick wirkt das ernüchternd: Apps, die ich bisher unter Realisierung beschrieben, sind damit faktisch überholt. Am Toiletfinder arbeite ich dennoch weiter.

Was bleibt – und was besser werden muss

Die Informationen, Gespräche und Zusammenhänge, die ich gesammelt habe, sind wertvoll. Sie zeigen: Nicht die Karte allein macht den Unterschied, sondern Qualität, Kontext und Verlässlichkeit.

Zudem braucht es den Dialog mit den Gemeinden, dass Toiletten leichter gewartet werden und diese auf Karten verfügbar sind. Auch die Restaurants sollten einbezogen werden. Der Toilettengang ist ein Grundbedürfnis.  In Openstreetmap fehlen noch viele Toiletten.

Ich plane die Teilnahme am OSM-Stammtisch, um Lösungen zu erarbeiten und auch ein Video für die Einbindung in Google Maps. Je leichter die Toiletten auffindbar sind, um so besser. Und Google wird dieses Thema aufnehmen müssen. 

Das Plugin Go Maps muss ich differenzierter angehen. Informationen zu Toiletten sind im Alltag Gold wert. Ich mache weiter und freue mich auf Anregungen. 

Toiletten nur für Stammgäste?

„Nur für Gäste.“ Ein Schild an der Tür – und ein Problem für viele, die unterwegs plötzlich müssen. Manche Lokale verlangen heute Codes, Schlüssel oder gar eine Toilettengebühr. Vertrauen? Fehlanzeige.

Natürlich: Toiletten werden verschmutzt, manche Betriebe haben schlechte Erfahrungen gemacht. Aber ist Abschottung wirklich die Lösung? Gerade eine gepflegte Toilette ist oft die beste Visitenkarte eines Lokals. Sie zeigt: Hier ist man willkommen, auch in einer menschlichen Notlage.

Wer helfen kann, zeigt Haltung – und wird oft belohnt. Denn wer freundlich aufgenommen wird, kommt vielleicht wieder. Und wer ein Lokal wegen seiner offenen Tür empfiehlt, bringt mehr als ein Werbeplakat.

Vielleicht sollten wir Toiletten wieder als das sehen, was sie sind: ein Zeichen von Gastfreundschaft. Nicht jeder wird gleich Stammgast. Aber jeder Mensch muss mal. Und wenn grosse Anlässe sind und die Umsätze stimmen, könnte sogar eine Toilettenfrau sich lohnen.

Eine Enttäuschung muss ich im Metroshop Baden erleben. Die öffentlichen Toiletten kosten jetzt Geld und es braucht dafür eine App. Wie freundlich ist das denn? Doch die Bürger und auch Kunden der SBB lassen sich das gefallen. Toilette als Menschenrecht? Gratis? Von wegen!

Wie ist eigentlich die Rechtslage?

Das Recht auf Toilettenbesuch

Jedermann hat das Recht zum ungehinderten Besuch einer Toilette zur Verrichtung seiner Notdurft. Das lässt sich aus Art. 3 Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK). Es ist ein elementares Grundrecht, seine Notdurft ungehindert verrichten zu können. Das ausdrückliche Verbot, die Toilette aufzusuchen, begründet einen Verstoß gegen Art. 3 EMRK im Sinne des Verbots der Folter und der unangemessenen Behandlung und ist eine Verletzung der Menschenwürde und des Rechts auf körperliche Unversehrtheit. Darüber hinaus kommen verschiedene Straftatbestände in Betracht.

Das erzwungene Einhalten des Stuhlgangs oder Urins führt regelmäßig zu schmerzhaften Verkrampfungen des Verdauungstraktes bzw. der Blase und erfüllt den Tatbestand einer Körperverletzung.

Tja, da gibt es auch noch Eigentumsrechte, ein Hausrecht und der Unterhalt, dafür können Kosten verlangt werden. Natürlich überwiegen die Menschenrechte, doch braucht es diese Diskussion? Die meisten Gastronomiebetriebe lassen gerne die Notdurft zu.

Wenn die Benutzung im öffentlichen Raum erschwert wird, so sollten sich die Bürger wehren. Denn hat es der Staat nötig, die Menschen zu schikanieren. Es gibt Steuern und die Menschenrechte sollten kostenlos ausgeübt werden können. Doch was macht der Staat? In der Öffentlichkeit urinieren wird mancherorts als Straftat geahndet.

Für saubere Toiletten – digitale Meldung

Öffentliche Toiletten sind ein wichtiger Teil der Infrastruktur – ob am Wanderweg, in der Stadt oder an touristischen Hotspots. Leider werden sie oft vernachlässigt, obwohl Sauberkeit und Funktionalität wesentlich zum Wohlbefinden der Besucher beitragen.

Toiletfinder bietet eine einfache und kostengünstige Lösung, damit Probleme wie fehlendes Toilettenpapier, Verschmutzungen oder Vandalismus schnell gemeldet und behoben werden können. Durch den Einsatz von QR-Codes und NFC-Technik ermöglichen wir es den Nutzern, unkompliziert eine Störungsmeldung abzusetzen – direkt an die zuständige Stelle. Bei WC Zürich ist das vorgesehen

So verbessern Sie nicht nur die Hygiene und den Zustand Ihrer Anlagen, sondern zeigen auch, dass Sie sich um das öffentliche Wohl kümmern.

Toilette in freier Natur?

  • Urin enthält Stickstoff, Phosphor und Salze, was in kleinen Mengen für Pflanzen sogar düngend wirken kann.
  • In größeren Mengen oder bei wiederholtem Urinieren an derselben Stelle (z. B. an beliebten Rastplätzen) übersäuert der Boden. Einige Pflanzen sterben ab, andere – wie Brennnesseln – wuchern übermäßig.
  • Der pH-Wert des Bodens kann sich verändern, was langfristig die Artenvielfalt reduziert.

🐞 Welche Gefahren gibt es für Tiere?

  • Die Geruchsstoffe im Urin können Wildtiere irritieren oder vertreiben, vor allem in sensiblen Habitaten.
  • Haustiere (v. a. Hunde) werden durch die Duftmarken zum Markieren animiert – das verstärkt die Belastung punktuell.
  • Kleinlebewesen im Boden, wie Würmer und Insektenlarven, reagieren empfindlich auf hohe Konzentrationen von Ammoniak und Harnstoffen.

💧 Wasser- und Umweltschutz

  • In der Nähe von Quellen, Bächen oder Seen ist Urinieren besonders problematisch: Nährstoffe und Keime können ins Grundwasser oder Oberflächengewässer gelangen.
  • Auch wenn menschlicher Urin meist steril ist, können Medikamentenrückstände (z. B. Antibiotika, Hormone) enthalten sein, die in die Umwelt gelangen.

🚫 Störungen durch Häufung

  • Auf Wanderwegen, Festivals, Parkplätzen etc. kann es zu Geruchsbelastung und hygienischen Problemen kommen – etwa durch Rückstände oder Toilettenpapier.
  • In geschützten Gebieten (z. B. Naturreservaten) kann Wiesenpinkeln streng verboten sein und gilt als Störung der natürlichen Regeneration.

✅ Fazit:

Einzelnes Pinkeln am Waldrand in freier Natur ist ökologisch meist unproblematisch – wenn es selten, achtsam und fern von Gewässern geschieht. Problematisch wird es dort, wo viele Menschen regelmäßig die Natur als Toilette nutzen. Hier sind klare Regeln, Schilder und Toilettenangebote wichtig.


Wiesenpinkler – wirklich unanständig?

Wer kennt die Szene nicht: Ein Mann stellt sich am Waldrand, blickt sich kurz um, öffnet den Reißverschluss – und erleichtert sich an einem Baum. Für manche ein Skandal, für andere Alltag. Doch wie unanständig ist das wirklich?

Zwischen Naturdrang und öffentlicher Ordnung

Der menschliche Drang, sich zu erleichtern, kennt keine Uhrzeit und keinen festen Ort. Und trotzdem: Öffentliche Toiletten sind in vielen Städten und Gemeinden Mangelware. Wo sie existieren, kosten sie oft Geld, sind schlecht ausgeschildert oder schlicht unbenutzbar. Für viele bleibt also die Frage: „Wo kann ich jetzt hin?“

Männer haben da – biologisch gesehen – einen Vorteil: Es geht schnell, man kann diskret stehen. Frauen hingegen sind beim „wilden Pinkeln“ klar im Nachteil. Sie brauchen mehr Sichtschutz, mehr Zeit, mehr Mut. Und selbst wenn der Drang noch so dringend ist – pinkeln im Freien bleibt für sie ein größeres Tabu.

Warum der Aufschrei?

Das Unverständnis über sogenannte „Wiesenpinkler“ ist oft groß. Doch anstatt nur zu verurteilen, lohnt es sich, die Ursachen zu betrachten: Mangelnde Infrastruktur, schlechte Planung, zu wenig Rücksicht auf menschliche Bedürfnisse im öffentlichen Raum. Der Ruf nach mehr Toiletten – kostenlos, sauber und auffindbar – ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit.

Unser Appell

Wer wild pinkelt, verschwindet meist nach wenigen Sekunden. Leider passiert das allzuoft auch an Hausmauern und dort stinkt es.. Wer sich für mehr öffentliche Toiletten sorgt, verbessert die Lebensqualität dauerhaft – für alle. Unsere Idee setzt hier an: Toiletfinder als PWA. Google zeigt dir, wo du in deiner Nähe eine Toilette findest – schnell, kostenlos, inkl. Bewertungen, nur Google scheint wenig daran interessiert, die Lösung zu verbessern.

Also: Weniger Verurteilung, mehr Lösungen. Und vielleicht auch mal ein bisschen Verständnis – für menschliche Bedürfnisse.


🧻 Infokasten: Öffentliche Toilettenversorgung in der Schweiz

Laut dem Public Toilet Index (2021) gibt es in der Schweiz etwa 46 öffentliche Toiletten pro 100 000 Einwohner – deutlich mehr als in den meisten Ländern, doch wie sind die zu finden?

🏙 Stadtbeispiele

Zürich betreibt über 100 öffentliche WC-Anlagen unter dem Label ZüriWC. Die meisten sind unbedient und kostenfrei; rollstuhlgängige oder betreute Anlagen verlangen etwa 1 Fr. Schutzgebühr. Alle werden täglich gereinigt.

Luzern bietet rund 40 städtische WC-Anlagen plus 17 „Nette Toiletten“ in Restaurants, die kostenlos genutzt werden können. Öffentliche Anlagen sind meist zentral und gut gepflegt. Das war nicht immer so, vor 10 Jahren nervten viele Drehkreuze die Touristen.

Winterthur hat das öffentliches WC-System modernisiert: Die städtischen Anlagen sind nahezu flächendeckend kostenlos benutzbar (außer SBB-Dienste am Bahnhof), barrierefrei und werden regelmäßig gewartet.

👩‍⚕️ Warum das so wichtig ist – besonders für Frauen

Frauen haben oft längere Wege, längere Wartezeiten und höhere Anforderungen – etwa wegen Menstruation oder Kinderbegleitung. Schockierend sind da internationale Studien: Frauen müssen bis zu 34 × länger warten als Männer und verbringen doppelt so viel Zeit in den Einrichtungen

💡 Fazit der Lage in der Schweiz

Das WC-Angebot ist im europäischen Vergleich relativ gut, aber nicht überall kostenlos. Die Ausstattung – etwa Barrierefreiheit, Sauberkeit und digitale Auffindbarkeit – variiert stark von Stadt zu Stadt.

Viele Städte setzen inzwischen auf digitale Karten, Apps oder QR-Codes, um Nutzern aktuelle Informationen zu Öffnungszeiten, Standorten und Zustand der WC-Anlagen bereitzustellen.

Quellenlage öffentliche Toiletten in der Schweiz